Maulwurf oder Schermaus - wer wohnt in meinem Garten?

Mit den ersten warmen Frühlingstagen schmilzt der letzte Schnee in den schattigen Tälern und vor der Haustür offenbart sich so manchem Hobbygärtner ein erschreckendes Bild: Der Boden ist übersät von kleinen Erdhügeln. Sind diese groß und in regelmäßigen Abständen, handelt es sich um einen Kleinsäuger, dessen fleißiges Werken unter der Erde nun sichtbar geworden ist. Ob es sich um einen Maulwurf oder eine Schermaus handelt, kann gut am Baueingang erkannt werden. Im Gegensatz zu Nagetieren gräbt der Maulwurf mit den Vorderpfoten nicht von vorne nach hinten (körperlängsachsenparallel), sondern bewegt diese seitlich (laterad/ventrad). Die einem Schwimmstoß gleichende Bewegung ermöglicht ihm runde Gänge senkrecht nach oben anzulegen. Das dabei anfallende Erdmaterial sammelt sich in Folge um den Bauausgang als »Maulwurfshügel« an. Das bei manchen Hügeln noch gut sichtbare Loch befindet sich infolge in der Mitte und nicht wie bei der Schermaus seitlich des Auswurfes. Ein neuer Hügel weist nicht unbedingt auf die Erweiterung seines Aktionsraumes hin, häufig verbessert er damit das Mikroklima im Bau (Bewetterungsschächte). Der Maulwurf ernährt sich nur zum Teil (meist im Winter) von Insekten und Regenwürmern, welcher er im Zuge seiner Grabtätigkeit entdeckt. Angelegte Gänge dienen ihm vielmehr als Jagdtunnel, wo er wartet, bis er potentielle Opfer (von Ameisen bis hin zu jungen Mäusen) in seinem Bau wahrnimmt, diesen nachstellt und erbeutet.

Bau einer Schermaus mit seitlichem Eingang.Bau eines Maulwurfs mit im Zentrum befindlichen Baueingang

Baueingang einer Schermaus (links) und eines Maulwurfs (rechts)

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